Sie sind hier: Weinbau > Genossenschaft

DIE WINZERGENOSSENSCHAFT LETZENBERG

HEUTE WINZERGENOSSENSCHAFT KRAICHGAU eG

Die Gründung der Winzergenossenschaft Letzenberg 1930 wollte den Schwächen im Vermarktungssystem - jeder sucht sich selbst einen Käufer für seinen Wein - Abhilfe verschaffen. Der Herbst 1930 konnte erstmals gemeinsam abgewickelt werden. In ihren Blütezeiten zählte die Winzergenossenschaft Letzenberg weit über 200 Genossen.

Nach Durchführung der Rebflurbereinigungen am Letzenberg wurden die qualitativ hervorragenden Weine gemeinsam gekeltert und dem Winzerkeller Wiesloch zum Ausbau übergeben. Dies war bis zum Beginn der Achtziger Jahre die einzige Möglichkeit für die Winzer, ihre Weine zu vermarkten und einen angemessenen Preis zu erzielen. Das deutsche Weingesetz von 1971 brachte in der Namensgebung wesentliche Veränderungen, Vereinfachungen und Zusammenfassungen. Die Weinbaubereiche untergliederte es in gemeindeübergreifende Großlagen und diese wiederum in Einellagen. So bilden der Weinbaubereich Kraichgau unter anderem die Großlage "Mannaberg". Dieser Großlage ist die Gemarkung Malsch zugeordnet. Die Malscher Rebgebiete führen die Einzellagenbezeichnungen "Ölbaum" mit einer Rebfläche von 133 Ha und "Rotsteig" mit einer Rebfläche von ca. 8 Ha. Nach dem Weingesetz dürfen die alten Malscher Gewannnamen als Bezeichnung für Weine Malscher Ursprungs verwendet werden. Die Winzer und seine Verkaufsorganisation ebenso die Weingüter nützen diese Möglichkeit und wählen für ihre Erzeugnisse die Bezeichnung wie - Malscher Ölbaum - Gewürztraminer - oder - Malscher Rotsteig - Spätburgunder -, die dem Weinfreund zu einem Qualitätsbegriff geworden sind.

Die Vermarktung der erzeugten Weine erfolgt heute im wesentlichen durch die örtliche Winzergenossenschaft und durch die ortsansässigen Weingüter. Unzufriedenheit mit der Politik der Winzergenossenschaft und des Winzerkellers führten dazu, dass ab 1980 sich Weinbaubetriebe von der Genossenschaft lösten, bzw. als neue Weingüter begannen.