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PATENSCHAFT MIT DER GEMEINDE SÖHLE KREIS NEUTITSCHEIN (KUHLÄNDCHEN)

 

Internet: http://www.kuhlaendchen.de

Nach dem Ende des furchtbaren zweiten Weltkrieges und der unmenschlichen Vertreibung in Gebieten im Osten und Südosten fanden auch viele Sudetendeutsche Menschen in Malsch eine neue Heimat. Einige stammten aus dem Ort Söhle (heute Zilina) im Ostsudetenland. Der Ortsbetreuer für die Mitbürgerinnen und Mitbürger der ehemaligen Gemeinde Söhle, die heute über die ganze Erde verstreut sind, ist Herbert Schustek aus Malsch.

Auf sein Betreiben hin hat der Gemeinderat der Gemeinde Malsch im Jahr 1978 beschlossen, für die ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Söhle im Sudetenland die Patenschaft zu übernehmen. Seitdem treffen sich diese Mitbürgerinnen und Mitbürger in unregelmäßigen Abständen in Malsch zu ihren Heimattreffen.

Höhepunkt war in diesem Zusammenhang die Mitgliederversammlung des Vereins Alte Heimat – Verein Heimattreuer Kuhländer e.V. im April 2002 in Malsch.

Als äußere Zeichen der Patenschaft weisen an den Ortseingängen Schilder auf diese übernommene Patenschaft hin. Im Vorfeld des Friedhofs in Malsch steht ein Gedenkstein an die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten, aber auch auf der Flucht verstorbenen ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürger von Söhle.

Die Gemeinde Söhle (Zilina) ist heute ein Stadtteil der Kreisstadt Neutitschein (Novy Jicin). Zwischenzeitlich haben sich gute Verbindungen zwischen der Stadt Novy Jicin und der Gemeinde Malsch herausgebildet. Besuche von Bürgermeister Wessely in Malsch und von Bürgermeister Knopf in Neutitschein belegen dies.

In einer groß angelegten Spendenaktion wurde im Jahr 2001 für die Renovierung der Pfarrkirche St.Nikolaus in Söhle ein Betrag von 18.000 DM aufgebracht und dem Pfarrer von Söhle übergeben. Durch Zuschüsse des deutsch-tschechischen Zukunfts-Fonds wurde die Renovierung ermöglicht.

Die Ortschaft Söhle wurde wie die anderen Orte im Kuhländchen im Jahre 1278 bis 1290 gegründet. Urkundlich wurde sie erstmals 1399 erwähnt. Söhle war ein deutsches Dorf und hatte 1945 ca. 2.055 Einwohner, wovon nur ca. 1,5 % tschechische Mitbewohner waren. Erhebungen bis ca. 500 m in der Nachbarschaft waren beliebte Ausflugsziele. Im Winter waren dies auch beliebte Skigebiete.

Bereits im Jahre 1862 wurde die höhere landwirtschaftliche Landesmittelschule errichtet, die weit über die Grenzen des Landes einen ausgezeichneten Ruf hatte und Schüler aus ganz Europa zu ihren Absolventen zählte.

Ein großer Sohn der Gemeinde ist Karl Freiherr von Schwarz, der auch zum Ehrenbürger von Söhle wurde. Baron Schwarz hat sich durch den Bahn- und Tunnelbau in ganz Europa einen Namen gemacht. Auch die Bahn von Neutitschein nach Zauchtel, die im Jahr 1880 gebaut wurde, ist sein Werk. Er wirkte später als Städtebauer in Salzburg/Österreich.