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Geschäftsordnung der "Klimawerkstatt Malsch (KWM)

Einleitung

Malsch - Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung - befasst sich sowohl aus ethischen Gründen als auch auf Grund gesetzlicher Vorgaben mit dem Klimaschutz und der Energiewende. Orientierungspunkt ist in erster Linie das vom Gemeinderat verabschiedete, bis in das Jahr 2025 reichende "Integrierte Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Malsch (IKGM)" und weiterhin die Klimaschutzziele des Rhein-Neckar-Kreises.

In einem Leitbild sind die Klimaschutzziele der Gemeinde Malsch zusammengefasst und die Umsetzung an die Klimawerkstatt Malsch (KWM) delegiert. Die nachfolgend vorgelegte Geschäftsordnung für die "Klimawerkstatt Malsch (KWM)" regelt das Vorgehen und die Aufgaben bei der Umsetzung des IKGd


Zweck

Die Klimawerkstatt Malsch (KWM) erstellt das jährliche Arbeitsprogramm für die Umsetzung des Klimaschutz-Konzepts bzw. zur Erreichung der Klimaschutzziele der Gemeinde.


Beteiligung und Struktur

Die KWM ist ein Zusammenschluss von BürgerInnen, Gemeinderat und Verwaltung. Eine projektbezogene  Mitarbeit in der KWM ist, insbesondere für Mitwirkende aus der Bürgerschaft, möglich.
 
Jede Gemeinderatsfraktion sollte aus ihren Reihen Personen zur Mitarbeit in der KWM entsenden.

Der/die Umweltbeauftragte des Gemeindeverwaltungsverband (GVV) sowie die Gemeindeverwaltung sind ständige/r Mitarbeiter/in.

Die KWM wählt einmal jährlich aus ihren Mitgliedern eine Person, die KWM-Aktivitäten koordiniert und die Sitzungen leitet. Die verantwortliche Person wird bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Aktionen sowohl von den übrigen Mitgliedern der KWM als auch von der Verwaltung unterstützt. Sofern eine Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister stattfinden soll (z. B. Energiemanagement, Erstellung eines Energienutzungsplans etc.), erfolgt dies auf dem üblichen Wege durch Verwaltung und Gemeinderat.

Aktivitäten werden in regelmäßigen Sitzungen (mindestens zweimonatlich) abgestimmt. Die geplanten Aktivitäten werden dem Gemeinderat in Form eines jährlichen Arbeitsprogramms zur Verabschiedung und Bereitstellung von Haushaltsmitteln vorgelegt.


Öffentlichkeitsarbeit

Informationen der KWM (z.B. Termine oder Ergebnisse von Aktionen) werden regelmäßig in der Gemeinde-Rundschau und auf der Web Site Gemeinde in einer eigenen Rubrik veröffentlicht. Bei Bürgerversammlungen informiert die KWM über die jeweils laufenden Projekte und animiert die Bürgerschaft zur Mitarbeit.

Die KWM kann aus ihren Reihen einen Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit wählen.


Finanzierung

Die wesentliche Finanzierung erfolgt auf Basis eines Haushaltsansatzes der Gemeinde. Aktuell in der Größenordnung von 7,00 € pro Einwohner jährlich und auf der Basis eines jährlich zu erstellenden Arbeitsprogrammes. Die Verwendung der Mittel ist jeweils vom Gemeinderat zu genehmigen.

KWM und Verwaltung bemühen sich aktiv um Förderungen durch die öffentliche Hand, Stiftungen und Ähnliches.


Maßnahmen, Arbeitsweise

Das IKGM benennt Themenfelder und gibt Handlungsempfehlungen für Maßnahmen gemäß ihrer technisch-wirtschaftlich erreichbaren Potentiale (siehe Abbildung 1 Maßnahmenüberblick (aus IKGM)). Beispielhafte Themenfelder sind

1. Haushalte
2. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen
3. Gemeindeverwaltung
4. Energieversorgung
5. Verkehr
6. Landwirtschaft
Die Themenfelder „Übergeordnete Maßnahmen“ und „Multiplikatoren“ unterstützen die oben genannten in der Umsetzung und sind themenübergreifend zu sehen.

Abbildung 1 Maßnahmenüberblick (aus IKGM)

Bei der Umsetzung der Maßnahmen werden insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt:

1. Nachhaltigkeit (z.B. durch Schonung von Ressourcen und Nutzung von
    erneuerbaren/ nachwachsenden Energieträgern)
2. Bezug zum Ort (z.B. verstärktes Angebot lokal produzierter Lebensmittel, Einbindung der lokal
    wichtigen Akteure und Kommunikationspfade)
3. Vernetzung (z.B. durch gemeinsame Projekte mit Nachbargemeinden des GVV oder die Einbettung
    in Landes-, Bundes- oder europäische Förderprogramme,  Kommunikation mit
    anderen Klimaschutzgruppen


Beispielhafte Maßnahmen sind:

* Verleihung eines Klimaschutzpreises
* Verringerung des Kraftfahrzeugverkehrs (z.B. durch laufenden Schulbus, 1000 Schritte-Programm)
* Hilfe zur Entdeckung von Energieeinsparpotentialen im Haushalt, Einführung einer Obstbörse

Bei der Umsetzung wird eine Vielzahl von Zielgruppen angesprochen: Kinder und Jugendliche, Multiplikatoren (z.B. Vereine), Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, private Haushalte. Pro Jahr wird ein Aktionsschwerpunkt gewählt. Dabei können jeweils unterschiedliche Zielgruppen in den Genuss einer Förderung kommen.

Maßnahmen orientieren sich am IKGM, können von diesem aber abweichen.


Dokumentinformation

Malsch, 20.10.2015
Dies ist Version 1 der Geschäftsordnung. Ratifizierung durch den Gemeinderat am 20.10.2015
Vorgestellt als Teil einer Bürgerversammlung am TT.MM.JJJJ