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Verleihung der Bürgermedaille in Gold an Herrn Kurt Laier

Bürgermeisterin, Gemeinderat, Gemeindeverwaltung sowie die gesamte Malscher Bevölkerung gratulieren Herrn Kurt Laier zur Verleihung der Bürgermedaille in Gold.

Als Bürgermeisterin Sibylle Würfel am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung die Amtskette anlegte, wussten die Besucher, dass jetzt eine besondere hoheitliche Handlung folgen sollte. Und so war es auch. Im Mittelpunkt des Geschehens stand ein Mann, der sich schon seit vielen Jahren in beispielhafter Manier und Weise einmal für das Gemeinwesen und zum anderen für das seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzte: Die Rede ist von dem unermüdlichen Mäzen Kurt Laier. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“  Mit diesem Zitat von Erich Kästner begrüßte die Bürgermeisterin den Ehrengast der jüngsten Gemeinderatssitzung, um ihm zur Verleihung der Bürgermedaille in Gold zu gratulieren. Die Ehrung selbst ging auf einen Antrag der Freien Wählerfraktion zurück, welchen das Gemeinderatsgremium am 20. März 2018 einhellig absegnete. Akribisch zählte Sibylle Würfel die Verdienste des verdienten Mitbürgers aus, welche den Gemeinderat bewogen haben, ihm die hohe und nicht alltägliche Ehrung mit der Verleihung der Goldenen Bürgermedaille zu honorieren. „Lieber Herr Laier, Sie haben über viele Jahre hinweg ein außerordentliches Engagement gezeigt. Sie haben stets viel Zeit, Energie und privates Vermögen investiert. Sie reden nicht bloß, Sie fordern nichts von anderen ein, sondern handeln selbst. Das verdient Respekt und das verdient unseren Dank sowie unsere Anerkennung!, so die Bürgermeisterin an den zu Ehrenden gewandt. Dabei betonte sie auch, dass es alles andere als selbstverständlich sei, sich für andere oder für das Gemeinwohl zu engagieren. Die Rathaus-Chefin weiter: „Sie wirken in unserer Mitte. Sie nutzen die Mittel, die Sie haben. Sie bewegen da etwas, woran Ihr Herz hängt!“  Sehr interessant auch Kurt Laiers Vita, welche Sibylle Würfel vortrug.  Als dieser am 29. Januar 1939 geboren wurde ahnten nur ganz wenige, dass noch im September 1939 der unselige 2. Weltkrieg ausbrechen sollte. Mit viel persönlichem Einsatz fand der junge Malscher  bei Mercedes in Heidelberg einen Ausbildungsplatz. Seine Bundeswehrzeit verbrachte er in Walldürn und Pfullendorf. Den von seinem Vater Berthold Laier gegründeten Baumarkt übernahm der Sohn Kurt am 1. Januar 1975  und baute ihn noch weiter aus. Von 1985 bis 2010 brachte sich Kurt Laier ehrenamtlich als Pfarrgemeinderat  ein und brachte sich darüber hinaus als Beauftragter für den katholischen Kindergarten in Sachen Baumaßnahmen, Reparaturen und, und, und, ein. Lange Jahre kümmerte sich der umtriebige Malscher auch um die Außenanlagen rund um die  Letzenbergkapelle, war für das Pflastern der Wege ebenso verantwortlich wie für das Aufstellen der Bänke und ist auch heute noch trotz seiner bald 80 Lenze jederzeit zur Stelle, wenn seine Hilfe benötigt wird.  Als begeisterter Oldtimerliebhaber  führt er schon seit vielen Jahren  mit seinen schnittigen Cabrios und den Weinhoheiten an Bord  die alljährlichen Fastnachtsumzüge an. Nicht zu vergessen auch den künstlerisch wertvoll gestalteten Engel am Friedhofseingang, den der Geehrte mit seinen privaten Mitteln der Gemeinde gespendet  hat. Glanzstück stellt der neue Parkplatz oberhalb des Kindergartens St. Franziskus dar, welchen Kurt Laier für die Erzieherinnen bauen ließ und den er für diesen Zweck der Gemeinde schenkte. Kurts erste Frau Ursula verstarb an einer heimtückischen Krankheit. Und weil schon in der Bibel steht, dass der Mensch nicht gern alleine ist, freute sich die Bürgermeisterin, dass Kurt Laier vor wenigen Wochen seine Lebensgefährtin Theresia geheiratet hat. Alsdann schritt die Rathaus-Chefin zur Verleihung der Goldenen Bürgermedaille an ihren verdienten Mitbürger Kurt Laier, die mit einer prächtig gestalteten Urkunde besiegelt wurde. Für die Ehefrau Theresia  gab es ein wunderschönes und geschmackvoll gestaltetes Blumengebinde. Bei der anschließenden Gratulationscour durch die Gemeinderatsfraktionen nahm die der Freien Wählervereinigung Malsch naturgemäß den größten Raum ein. Schließlich war sie es, welche Kurt Laiers hohe Ehrung in die Wege geleitet hatte.  Deren Sprecher Konrad Fleckenstein zitierte zu Beginn seiner Rede den ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland,  Konrad Adenauer, der einmal sagte: „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat!“ „Und heute hat die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag!, so der langjährige FWV-Gemeinderat an den Geehrten und dessen Gattin gewandt. Als Höhepunkt all der guten Taten von Kurt Laier bezeichnete Konrad Fleckenstein die Linderung der Parkplatznot der Erzieherinnen am katholischen Kindergarten St. Franziskus. „Sie, verehrter Herr Laier, haben nicht nur ein entsprechendes Grundstück aus eigenen Mitteln erworben, mit eigenen Mitteln den Parkplatz ausgebaut, sondern diesen anschließend der Gemeinde Malsch geschenkt! Ein – zumindest in der Gemeinde Malsch – einmaliger, positiver Vorgang, der ohne Beispiel ist,“  so der FWV-Gemeinderat.

Text: Reinhold Stegmeier