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Kinder- und Jugendforum (KiJuFo) Malsch

Kinder- und Jugendforum (KiJuFo) Malsch

Weichen für eine Kinder- und Jugendbeteiligung in Malsch wurden erfolgreich gestellt

Bürgermeisterin Sibylle Würfel hat mit Unterstützung von Hauptamtsleiter Frank Herrmann und der Verwaltungsangestellten Birgit Metzger einen Weg eingeschlagen, um für die Malscher Kinder und Jugendliche ein Forum zu schaffen. Dort sollen diese nicht nur ihre Meinung sagen können, sondern ihren Wohnort auch mitgestalten und mit verändern. War der im Januar 2017 stattgefundene Workshop zu dem Schulhof schon von Erfolg gekrönt, fand diese Erfolgsstory bei dem Treffen unter dem Motto „Mitmachen! Mitreden! Mitgestalten!“ ihre Fortsetzung. Im Rahmen eines Gesprächs mit dem Verfasser dieser Zeilen erläuterte die Bürgermeisterin ihre Beweggründe für ein solches Forum. Ziel der Malscher Kinder- und Jugendbeteiligung soll sein, die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen an der Ortspolitik, aber auch an der Ortsgestaltung in Malsch auf eine breite Basis zu stellen. Außerdem denkt die Rathauschefin auch an die Zukunft: „Denn Demokratie mit Kindern und Jugendlichen leben, hilft gegen Politikverdrossenheit!“ Birgit Metzger, die Ansprechpartnerin des neu eingerichteten Forums, hatte für das Treffen in der Zehntscheuer alles penibel vorbereitet und organisiert. Im Hintergrund waren drei große Stellwände installiert und auf den Tischen standen Apfelschorle sowie Wasser, Salzbrezel und Gummibärchen bereit. Auf der einer Tafel war zu lesen: Was finde ich in Malsch gut, was gibt es für Jugendliche in Malsch? Und auf der anderen Tafel stand: Wo drückt der Schuh? - Wünsche und Anregungen – wo gibt es was zu verbessern? Der Einladung folgten auf Anhieb gleich 15 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am Eingang erhielten die Kinder und Jugendlichen aber auch die Erwachsenen Namensschilder, so wusste jeder, wer seine Ansprechpartner waren. Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin ging es gleich „in die Vollen.“ Birgit Metzger verteilte entsprechende Kärtchen auf welche die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche und Anregungen schreiben durften. Nach zirka 15 Minuten stellten diese dann ihre geschriebenen Kärtchen der Versammlung vor und hefteten dieselben an die entsprechende Stellwand. Was fanden die jungen Teilnehmer in Malsch gut und was gibt es im Ort zu verbessern? Gut fanden die Kinder und Jugendlichen das rege Vereinsleben, den Boule- und Bolzplatz, die Jugendfeuerwehr, das Hallenbad bis hin zum Letzenbergtierpark. Zwei der Kinder lobten die neugestalteten Bushaltestellen. Und wo drückt den Kinder und Jugendlichen der Schuh? Oder anders gesagt: Wo gibt es Malsch etwas zu verbessern? Bemängelt wurde ein fehlender Jugendgemeinderat, das Fehlen eines Spielzeugladens, ein Free-WiFi (für diejenigen, welche mit diesem Begriff nichts anzufangen vermögen, wozu auch der Verfasser dieser Zeilen zählt: Hier ist der kostenlose Zugriff aufs Internet gemeint), der in die Jahre gekommene Schulhof, ebenso auch der marode Bolzplatz, ein fehlender Skaterpark und etliche Dinge mehr. Da das Thema Jugendgemeinderat von einigen Teilnehmern angesprochen wurde, erläuterte Hauptamtsleiter Frank Herrmann die Unterschiede der jeweiligen Beteiligungsformen. Die Anwesenden diskutierten über diese Beteiligungsformen und arbeiteten die jeweiligen Vor- und Nachteile heraus. Bürgermeisterin Sibylle Würfel ergänzte: „Wenn Euch irgendwo der Schuh drückt, könnt Ihr jederzeit zu mir kommen.“ Wichtig war auch das Argument von Birgit Metzger: „Bei einem Jugendgemeinderat bestimmen und beraten nur die wenigen gewählten Mitglieder. Die anderen Kinder und Jugendlichen bleiben außen vor, während bei einem Forum alle kommen und diskutieren können.“ Schließlich einigten sich die Teilnehmer darauf, am Mittwoch, 21. Juni 2017 ein weiteres Treffen abzuhalten. Dieses findet um 16.30 Uhr wiederum in der Zehntscheuer statt. Eingeladen sind erneut alle sechs bis 21-jährigen Kinder und Jugendlichen von Malsch. Der Wunsch der Anwesenden war der, diese Sitzung selbst zu leiten. jedoch bestünden gegen die Anwesenheit von Erwachsenen keinerlei Bedenken. Im Rahmen dieser Zusammenkunft will man dann auch einen Sprecher/eine Sprecherin wählen, welche(r) die Verbindung zur Bürgermeisterin sowie zu Birgit Metzger von der Gemeindeverwaltung aufrecht hält.

Reinhold Stegmeier