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Baumspende des GVV Rauenberg 2018

Wer Streuobst liebt und das köstliche Obst auch erntet, sollte am besten einen oder mehrere Obstbäume pflanzen, auch für kommende Generationen. So freut man sich das ganze Jahr über auf die Ernte seiner Obstbäume und investiert viel Zeit in die Hege und Pflege der Bäume.

Begünstigt durch den Rhythmus der Obstbäume, die sog. Alternanz zusätzlich zum frostfreien Frühjahr 2018 mit viel Sonne und trockenen Blüten gibt es nicht nur im GVV Rauenberg einen überdurchschnittlichen Ertrag. In ganz Baden-Württemberg ist mit einer Obstschwemme zu rechnen. Schön ist es da, wenn das Obst auch eine Verwendung erfährt. Zunehmend wird versucht, Obstinteressenten mit Baumbesitzern, die vielleicht nicht alles Obst selbst brauchen, über „Obstbörsen“ in Kontakt zu bringen. In Malsch hat die Klimawerkstatt Bäume der Gemeinde markiert, die man abernten darf. Sie erkennen die Bäume an den roten Schildchen, z.B. entlang des Graswegbachs. Auch in Rauenberg lädt die Stadt ihre Bürger ein von städtischen Grundstücken Obst zu ernten. Der Umfang ist begrenzt. Bei Interesse nehmen Sie bitte mit der Stadt Kontakt auf.

Bestellungen über die Baumspende sind möglich bis 17. Oktober 2018

In dieser Ausgabe finden Sie wieder den Bestellschein für die Hochstamm-Aktion der Gemeinden Rauenberg, Malsch und Mühlhausen. Die genauen Spielregeln finden Sie in der letzten Ausgabe der Rundschau, aber auch auf den Homepages der Gemeinden. Dort wird jetzt auch die Sortenliste eingestellt. Sie kann wegen ihrer Länge hier leider nicht abgedruckt werden. Einige häufig gestellte Fragen beantworten wir hier:

Gibt es über die Aktion auch Halbstämme und Buschbäume? Nein, denn diese kleinen Bäume tragen zum Landschaftsbild und als Lebensraum für die Tierwelt kaum bzw. nur wenig bei. Der Zuschuss der Gemeinde rechtfertigt sich nur aus den allgemeinen Wohlfahrtswirkungen der geförderten Bäume.

Können die Bäume auch im Hausgarten gepflanzt werden? Im Prinzip ja, sie sind dafür aber wegen ihrer Größe nur dann geeignet, wenn genügend Raum zur Verfügung steht, sie benötigen – je nach Sorte – in jeder Richtung mehrere Meter Platz; der nachbarrechtliche Abstand zur Grenze beträgt, je nach Endgröße des Baums, 3 bis 4 m.

Wie groß wird denn so ein Hochstamm? Es hängt ab von der Obstart und von der Sorte. Der Kronenansatz ist etwa auf Kopfhöhe, also bei ca. 1,80 m. Mostbirnen, Walnuss-Sämlinge und viele Kirschsorten werden oft sehr groß (ca.15 m hoch), Zwetschgenbäume, Mirabellen und manche Apfelsorten bleiben deutlich kleiner (ca. 7-10 m hoch).

Gibt es auch Quitten, Aprikosen, Pfirsiche und Sauerkirschen? Nein, denn diese Obstsorten gibt es praktisch nur als Halbstamm. Bei der Quitte kommt hinzu, dass sie als Feuerbrand-anfällig gilt.

Welche Walnuss ist für mich geeignet? Wer einen sehr großen Baum für die Landschaft haben möchte, wählt am besten einen Walnuss-Sämling. Wer eher Wert legt auf einen kleineren Baum und besonders große Nüsse, sollte eine Veredelung wählen. Veredelte Walnüsse kosten 20,- € (alle anderen 10,- €).

Weitere Fragen beantwortet Ihre Umweltbeauftragte, Tel. 06222-61931 (zu den Öffnungszeiten des Rathauses Rauenberg) oder per Mail an natascha.lepp@rauenberg.de.

 

Downloads siehe unten.

Obstbaum-Hochstamm-Aktion des GVV Rauenberg 2018

Auch in diesem Jahr wartet wieder eine schöne Apfel- und Birnenernte auf uns. Vielerorts gibt es eine regelrechte Obstschwemme. Der sicherste Weg, an der Fülle teilzuhaben und auch der nachfolgenden Generation ein Stück lebendige Natur zu hinterlassen, ist selbst einen oder mehrere Bäume zu pflanzen. Auch wenn es etwas Geduld braucht bis dann die ersten Früchte kommen, ist doch der – ungespritzte - Baum von Anfang an eine Attraktion für zahllose Lebewesen, für Honig- und Wildbienen, für Blattläuse und kleine Falter, deren Räupchen an den Blättern fressen. Sie dienen wiederum als Futter für die Nachzucht der Vögel. Wenn der Baum dann groß ist, kann er in seinen Höhlen Meisen, Stare, Gartenrotschwänze, Steinkäuze und Fledermäuse beherbergen und wird zu einem echten Biotop.

 

Diese Eigenschaft erreichen aber nur Hochstamm-Obstbäume. Ihr Kronenansatz beginnt auf Kopfhöhe und sie werden mehrere Meter hoch. Gerade die landschaftsprägenden Mostbirnen, Kirsch- und Walnussbäume können gut 10 m hoch werden und stellen echte Wegmarken in der Landschaft dar. Etwas kleiner bleiben Zwetschgen und die meisten Apfelsorten.

 

Streuobst-Hochstämme gibt es in sehr vielen, meist robusten Sorten, die ohne Pflanzenschutz auskommen. Wenn dann unter den Bäumen 1-2 mal jährlich gemäht wird (das Gras wird dabei abgeschnitten und auf Haufen zusammengerechelt) anstatt gemulcht (das Gras wird dabei mit allem was darin lebt zerhäckselt), kann sich reiches Leben entfalten.

 

Kaum ein Biotop ist so reich an Arten wie eine Streuobstwiese. Deshalb unterstützen die Gemeinden des GVV Rauenberg das Pflanzen von Streuobstbäumen mit der „Baumspende“. Wollen Sie mitmachen?

 

Die Spielregeln der Baumspende:

 

  • Die Hochstämme sind ausschließlich auf Flurstücken innerhalb des GVV Rauenberg zu pflanzen (Rauenberg, Mühlhausen und Malsch, jeweils mit Ortsteilen)
  • auf dem beigefügten Bestellzettel notieren Sie, was für Bäume und welche Sorten Sie haben möchten (es gibt Apfel-, Birnen-, Walnuss-, Kirschen- und Zwetschgenbäume in vielen verschiedenen Sorten), maximal 5 Bäume je Bestellung.
  • Es gibt ausschließlich Hochstämme, d. h. Bäume, deren Krone in Kopfhöhe beginnt und die mehrere Meter hoch werden.
  • Bitte prüfen Sie, ob das Grundstück, auf dem Sie pflanzen möchten, groß genug ist, um die erforderlichen Grenzabstände einzuhalten (3-4 m). In ausgewiesen Reblagen gilt der doppelte Abstand. Nachbarschaftskonflikte sollten vorher ausgeschlossen sein. Tragen Sie bitte die Grundstücks-Nummer und die Gemarkung auf dem Bestellzettel ein.
  • den Bestellzettel geben Sie bitte bis spätestens Mittwoch 17. Oktober in den Rathäusern Malsch, Mühlhausen oder Rauenberg ab.
  • ein Baum kostet Sie 10 €, veredelte Walnussbäume kosten 20 €
  • voraussichtlich am Samstag, den 17. November vormittags holen Sie Ihre Bäume beim Bauhof Rauenberg ab. Wer die Variante Sammelbestellung wählt, bezahlt bei Abholung am Bauhof Rauenberg.
  • Oder (diese Variante ist die Selbstabholung in der Baumschule gegen Gutschein): zwischen Mitte November und 8. Dezember holen Sie Ihre bestellten Bäume bei der Baumschule ab. Dazu benötigen Sie einen Gutschein. Sie bekommen den Gutschein vom Umweltamt ab der KW 45, sofern bis dahin Ihre Bestellung und der Geldbetrag bei der Umweltbeauftragten eingetroffen sind (Bankverbindung steht auf dem Bestellschein). Die Baumschule nimmt kein Geld für die Baumspende entgegen und gibt bestellte Bäume nur gegen Gutschein und Voranmeldung heraus. Nach dem 8. Dezember gibt die Baumschule keine Bäume mehr gegen Gutschein aus. Der Gutschein ist nicht auf das nächste Jahr übertragbar! Bitte setzen Sie sich 4 Tage vor dem gewünschten Abholtermin mit der Baumschule in Verbindung (Baumschule Müller Lebensraum Garten, Am Sandgraben 2 in 69256 Mauer, Tel. 06226 784320).

 

Bitte kreuzen Sie auf dem Bestellzettel an, ob Sie Sammelbestellung oder Selbstabholung mit Gutschein praktizieren möchten und überweisen Sie (bei Gutscheinbestellung) gleich auch das Geld unter dem Stichwort „Baumspende 2018“.

 

Vorzugsweise sollen im Zuge dieser Aktion robuste alte Sorten gepflanzt werden, die ohne Pflanzenschutz auskommen. Es gibt aber auch attraktive Neuzüchtungen, die diesem Anspruch gerecht werden. Eine Liste verfügbarer Obstsorten können Sie in den Rathäusern einsehen. Die Liste wird vor Zimmer 12 zu den Öffnungszeiten des Rathauses Rauenberg in der dort befindlichen Auslage liegen. Auch in den anderen Ortsverwaltungen werden die Sortenlisten in der Auslage zur Ansicht zur Verfügung stehen. Die vollständigen Sortenlisten können Sie in Kürze auch auf den Homepages Ihrer Gemeinde und nach Terminvereinbarung auch bei Ihrer Umweltbeauftragten (06222-61931, natascha.lepp@rauenberg.de) einsehen.

Streuobstsortenliste-Download

Bestellzettel-Download

 

 

Wie pflanzt man einen Obstbaum?

WWie pflanzt man einen Obstbaum?

 

Die Pflanzzeit beginnt und vielleicht haben Sie auch einen Baum bestellt bei unserer Baumaktion. Hier vorab schon mal ein paar Tipps zum Pflanzen. Je sorgfältiger Sie dabei vorgehen, umso mehr Freude wird Ihnen später der Baum machen.

 

Die Wahl des Pflanzlochs

 

  1. Bäume sollten nie genau in das Loch gepflanzt werden, wo bereits andere Bäume standen. Auch muss der Grenzabstand zum Nachbarn (3- 4 m, vereinzelt auch mehr, je nach Endhöhe des Baums) eingehalten werden. Ansonsten kann ein Nachbar in den ersten fünf Jahren Standzeit das Entfernen des Baums verlangen. In Reblagen gilt der doppelte Grenzabstand.

 

  1. Die Bäume sollten ausreichend Platz bekommen und nicht zu eng gepflanzt werden, denn man sieht ihnen zu Beginn nicht gleich an, wie groß sie werden können. 10 m Abstand zwischen den Bäumen ist eine gute Faustzahl für Apfel- und Birnenbäume. Bei Zwetschgenbäumen, die meist etwas kleinwüchsiger sind, können es auch 7 m sein.

 

  1. Die Wurzeln benötigen geräumige Pflanzgruben und lockere Erde. Direkt nach dem Pflanzen müssen sie kräftig angegossen werden, damit die Erde in engen Kontakt mit den Wurzeln kommt und das Wurzelwachstum gleich beginnen kann. Aber auch im ersten Frühling und Sommer müssen sie regelmäßig gegossen werden, denn sie haben zu Beginn nur sehr wenig Feinwurzeln, diese bilden sich erst nach und nach.

 

  1. Der Baum sollte nicht zu tief gepflanzt werden: Die Stelle, an der die obersten Wurzeln in den Stamm übergehen, soll nur wenige Zentimeter mit Erde bedeckt sein.

 

Der Vorteil einer Herbstpflanzung ist die schnelle Anpassung an den neuen Standort, da der Baum in den Vegetationsbeginn hineinwächst und schon Feinwurzeln ausbilden kann. Bei einer Pflanzung im Frühjahr ist dagegen der Wässerungsbedarf im darauffolgenden Sommer deutlich erhöht.

 

Beim Anlegen der Pflanzlöcher gibt es einige Grundregeln zu beachten:

Die Pflanzgruben sollen so geräumig sein, dass die Wurzeln nicht hinein gequetscht werden müssen. Bis zu 100 cm im Quadrat und ca. 2 Spaten Tiefe sind ein gutes Maß. Beim Ausheben sollte darauf geachtet werden, dass der Oberboden von der Untergrundschicht getrennt wird. Vor der eigentlichen Pflanzung sollte der Grund der Grube noch gelockert werden um den Wurzeln das Einwachsen in die Erde zu erleichtern.

 

Nach der Fertigstellung des Pflanzloches wird zuerst der Baumpfahl eingeschlagen. Er darf nicht bis in die Baumkrone hineinreichen, sondern sollte 10 cm unterhalb des ersten Astes aufhören, sonst scheuern die Äste am Pfahl. Auch sollte der Pfahl nach Möglichkeit auf der Wind zugewandten Seite stehen, dann gibt er den besten Halt.

Wenn möglich, sollte der Baum einige Stunden vor der Pflanzung in einem Wasserfass stehen, die Wurzeln sind dann praller und weniger verletzlich während des Pflanzvorgangs. Angebrochene oder gerissene Wurzeln sollen mit einem glatten Schnitt vor dem Pflanzen beschnitten werden. Aus der glatten Schnittfläche treiben dann schnell neue Feinwurzeln.

 

Das Setzen des Baumes geht am besten mit zwei Personen: Während der eine den Baum in der richtigen Stellung positioniert, legt der andere eine Latte über die Pflanzgrube. Der noch sichtbare Bodenansatz am Stamm wird auf die Höhe der Latte gebracht und der Baum gerade an den Stützpfahl gehalten. Danach wird die Grube von der zweiten Person vorsichtig mit Erde aufgefüllt, wobei der Baum hin und wieder gerüttelt werden sollte, damit das Erdreich zwischen den Wurzeln durchfallen kann, so werden unerwünschte Hohlstellen vermieden. Ist die Erde eingefüllt, tritt man sie um den Stamm herum vorsichtig fest, ohne die Wurzel zu beschädigen. Danach wird der Baum gründlich mit reichlich Wasser eingeschlämmt, selbst wenn es gerade nieselt: es ist für das Anwachsen ganz entscheidend, dass die Wurzeln in Kontakt mit dem feuchten Erdreich kommen und nicht in einer Luftblase vertrocknen.

 

Wildschutz (eine ca. 80 cm hohe Drahthose) ist normalerweise nicht erforderlich, wenn der Baum im Hausgarten gepflanzt wird; in der freien Feldflur sollte man ihn aber keinesfalls vergessen, denn Hasen und Rehe beschädigen sonst die Rinde im Winter manchmal so stark, dass der Baum absterben kann. Nach 2-3 Jahren muss der Wildschutz dann entfernt werden, sonst wächst er in den Stamm ein.

 

Zum guten Schluss kommt der Pflanzschnitt; dazu sollte jemand mit Erfahrung herangezogen werden. Im Grundsatz gilt: ein zentraler Ast wird als Stammverlängerung ausgewählt, drei möglichst gleichwertige Äste in alle drei Richtungen darunter formiert. Kranke und angebrochene Äste werden entfernt.

 

 

Rainer Sturm / Pixelio